Impingement-Syndrom (Schulter)

Was ist ein Impingement-Syndrom der Schulter?

Der ideale Abstand zwischen Schulterdach und Oberarmkopf beträgt circa 10 mm. Bei einem solchen Abstand kann sich der Oberarmkopf beim Abspreizen des Armes frei unter dem Schulterdach bewegen. Ist der Abstand aufgrund von degenerativen Veränderungen oder Entzündungen jedoch zu gering, kommt es dadurch zu einer schmerzhaften Einklemmung von Sehnen oder Gelenkkapselanteilen, die mit einer eingeschränkten Beweglichkeit des Gelenks einhergehen.

Typisch beim Impingementsyndrom der Schulter ist ein Schmerz beim Abspreizen des Armes im Bereich von 60 bis 120 Grad (painful arc). Sehr häufig ist aber auch die Innen- sowie die Außenrotation der Schulter eingeschränkt.

Weitere Bezeichnungen sind unter anderem:

• Schulter-Arm-Syndrom

• Schulterengpass-Syndrom

• Kalkschulter

• Supraspinatus-Syndrom.

Ursachen

Typischerweise lässt sich das Impingement-Syndrom auf zwei Ursachen zurückführen:

Zum einen liegt die Ursache in einer Veränderung der knöchernen Strukturen, wie zum Beispiel in einem Knochensporn oder einem zu stark geneigten Knochendach.

Zum anderen ist das Impingement-Syndrom der Schulter häufig die Folge einer Entzündung des Schleimbeutels (Bursitis) sowie Schäden an Sehnen oder Muskeln (oft: Entzündung der Supraspinatussehne oder eine muskuläre Dysfunktion der sogenannten Rotatorenmanschette der Schulter).

Symptome

Das Impingement-Syndrom der Schulter ist eine Erkrankung, die sich in der Regel über einen längeren Zeitraum entwickelt und dabei an Schmerz, Bewegungseinschränkung und Intensität zunimmt. Erste Hinweise können ein Reißen in der Schulter beim Heben einer Tasche etc. sein. Ebenso tritt der Schmerz zu Beginn vor allem bei Belastung auf, insbesondere bei Tätigkeiten über dem Kopf, auf und verstärkt sich oft nachts, so dass das Liegen auf der betroffenen Seite kaum mehr möglich ist.

Das Hauptsymptom ist jedoch, dass das Abspreizen des Armes über 60 Grad nur unter großen Schmerzen möglich ist. Im weiteren Verlauf kann es zu Verklebungen (des Schleimbeutels, Faszien, etc.) kommen, wodurch sich die schmerzhafte Bewegungseinschränkung noch weiter verstärkt und es zu einer Schonhaltung kommt.

Untersuchung

Wie alle meine Behandlungen beginnt auch diese indem Sie mir ausführlich Ihre Beschwerden schildern und ich u.a. Fragen zu Beginn, Dauer, Intensität etc. der Schmerzen stelle.

Im Anschluss an diese Anamnese untersuche ich Sie. Dabei teste ich u.a. die Beweglichkeit des Schultergelenks. Beim „schmerzvollen Bogen“ (painful arc) ist ein aktives Anheben des Armes zwischen 60 und 120 Grad nicht möglich. Das ist ein typisches Zeichen für das Impingement-Syndrom. Weitere Untersuchungen von u.a. der Hals- und Brustwirbelsäule folgen je nach Beschwerdebild und Bedarf. Gegebenenfalls sind weitere, ärztliche Untersuchungen erforderlich (Röntgen, MRT, etc.).

Behandlung

Sehr gut reagiert das Impingement-Syndrom der Schulter auf die Faszientherapie (FDM nach Typaldos).

Hier werden u.a. die Faszien der Schulter, des Nackens und des Arms ausgestrichen und so Verklebungen gelöst und die Schulter wird in ihrer Bewegung wieder frei.

Gegebenenfalls gebe ich Ihnen Übungen zur Stabilisierung und Dehnung der Schulter(-muskulatur) mit.

In der Regel sind 3-5 Behandlungen notwendig. Dies ist aber nur ein Richtwert. Entscheidend ist Ihr individueller Therapieverlauf.